Vergangenheit in Archiven erforschen
Erforschung und Sammlung von Dokumenten, Urkunden, Register u.v.m. in Archiven
Ein wichtiger Teil der Arbeit des Museumsvereins findet nicht nur im Museum selbst, sondern auch in Archiven statt.
Seit vielen Jahren betreiben Mitglieder des Vereins intensive Recherchen zu den unterschiedlichsten Themen der Ortsgeschichte.
Dabei werden zahlreiche Quellen ausgewertet – von Archiven in Kirchen und der Schulen bis hin zum Stadtarchiv in Vöcklabruck und dem Landesarchiv in Linz.
Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit stehen alte Urkunden und historischen Dokumenten die Auskunft geben über Grundstückskäufe, Besitzverhältnisse von Liegenschaften, Personenstand, etc.
Diese Quellen helfen dabei, die Entwicklung von Höfen, Häusern und Familien in der Gemeinde über viele Generationen hinweg nachzuvollziehen. Das älteste bisher bekannte Dokument reicht zurück ins 15.Jh.
Historische Fakten aus dem Archiv für alle zugänglich machen
Diese umfangreiche Archivarbeit wird ehrenamtlich durchgeführt. Mit viel Geduld und Genauigkeit werden Informationen gesammelt, verglichen, chronologisch geordnet und dokumentiert, um ein möglichst vollständiges Bild der Vergangenheit zuerhalten.
Manches wird in gesonderten Ausstellungen schwerpunkt-mäßig dem Publikum zugänglich gemacht.
Die Ergebnisse dieser jahrelangen Recherche stehen allen Interessierten aus den Gemeinden Vöcklamarkt, Pfaffing und Fornach zur Verfügung.
Wer sich für die Geschichte seiner Familie, seines Hauses oder eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Person in den Gemeinden interessiert, kann auf diese bereits erarbeiteten Informationen zurückgreifen und möglicherweise fündig werden– ohne selbst aufwendige Recherchen in Archiven durchführen zu müssen.
Digitalisierung des Heimat-Wissens
Für die Zukunft ist ein nächster wichtiger Schritt geplant: die Digitalisierung des Archivs.
Dadurch sollen einerseits historische Dokumente und Forschungsergebnisse langfristig gesichert und noch leichter zugänglich gemacht werden.
Andrerseits werden die aussagekräftigsten der 17.000 Fotos der Sammlung in die „Topothek“ kommen.
Topothek = gemeinschaftlich aufgebautes Gedächtnis einer Region im Internet
Eine Topothek ist ein regionales Online-Archiv, in dem Menschen aus einer Gemeinde oder Region historische Materialien sammeln, digitalisieren und öffentlich zugänglich machen. In Oberösterreich sind viele Gemeinden Teil solcher Projekte.
Typischer Inhalt einer Topothek:
- alte Fotos und Postkarten
- Dokumente (Briefe, Urkunden, Zeitungsartikel)
- Filme und Tonaufnahmen
- Erinnerungen und Beschreibungen zu Orten, Personen und Ereignissen
Das Besondere:
Die Inhalte stammen meist direkt aus der Bevölkerung. Bürgerinnen und Bürger bringen ihre privaten Sammlungen ein, die dann von geschulten „Topothekar:innen“ digitalisiert, beschrieben und online gestellt werden.
Organisiert wird das Ganze über die Plattform Topothek, die ursprünglich in Österreich entstanden ist. Ziel ist es, lokales Wissen zu bewahren und für alle zugänglich zu machen – besonders auch für kommende Generationen.
einer Region im Internet.
